Häuser für Waisenkinder e.V.

Der Blog - live aus Kenia

Frauen Power

Der heutige Beitrag ist den Frauen auf der Baustelle gewidmet.

Zunächst hatten sich nur Männer auf der Baustelle beworben. Manche blieben ein paar Tage, manche nur einen Tag. Aber kurze Zeit später gab es eine feste Mannschaft bestehend aus 13 Männern.
Die einzige Frau, die zwar nicht auf der Baustelle, sondern im Hintergrund  bei M.O.C.C.  tätig ist, heisst Cellestine.

IMG_0240Seit 3 Jahren arbeitet sie  ehrenamtlich für M.O.C.C. als Kassenwartin. Von Beruf ist sie Sozialarbeiterin. Zurzeit wird sie als Teilzeitkraft bezahlt.
Für die Baustelle organisiert sie die wöchentlichen Lohnzahlungen, die zunächst bar ausgezahlt wurden. Mittlerweile werden sie per M-Pesa, einem Bezahlsystem per Handy, geleistet.  Da in Kenia sehr viele Menschen kein Bankkonto haben,
IMG_0169wird überall das Bezahlsystem “M-Pesa” genutzt. Damit kann man quasi alles bezahlen, sogar Waren bestellen. In M-Pesa Shops kann man Guthaben auf seine Handy – Nummer aufladen und über eine spezielle Funktion im Handy , verschicken. Jeden Samstag kommt Cellesine mit einer Frau, die einen M-Pesa Shop betreibt, um die Löhne zu verschicken. Vorher werden noch die Beträge abgezogen, die jeder für Essen der vergangenen Woche bezahlen muß.

Als der Arbeitsumfang zunahm und weitere Arbeiter benötigt wurden, wurden nur Frauen für den neuen Bereich des Siebens, eingestellt. Etwas am Rand der Baustelle fingen diese Arbeiten an. Männer und Frauen waren zunächst etwas scheu.

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Wenig später sollten dann die Putzarbeiten an dem kleinen Gebäude beginnen. Mehrere Arbeiten saten, dass dies traditionell die Arbeit der Frauen sei. Also wurde gefragt, wer diese Arbeiten ausführen kann. Es meldeten sich drei Frauen, die das Gebäude innen…

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… und aussen mit Lehmputz sehr sauber verputzten. Sie gestalteten auch die  Dekorationen der Fassade.

Später versammelte der Vorarbeiter Michael Aput alle MitarbeiterInnen um sie nach ihren Fähigkeiten und Arbeitswünschen zu befragen. Es meldeten sich Frauen für die Schreinerei, Estrich legen und sogar für das Lehmstampfen oben auf der Schalung.

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Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Stimmung auf der Baustelle durch die Integration der Frauen deutlich entspannter geworden ist und sich noch mehr ein Mannschafts- Gefühl eingestellt hat.
Das wird auch im Besonderen durch “Mama Chakula” unterstützt, die alle mit gutem Essen versorgt. “Chakula” heißt Essen auf Kiswahili. Häufig werden Menschen nach ihren Berufen gerufen, wie Fundi für Handwerker und Dereva für Fahrer. Oft weiß niemand den richtigen Namen.
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Sie kommt jeden Morgen schon um 8 Uhr, macht Feuer und kocht gemeinsam mit einer Helferin frisch und leckere Chapati, Bohnen, Ugali (Maisbrei), Sukuma wiki (Spinat ähnliches Gemüse).

Guter Fortschritt

Zunächst ein kurzer Rückblick, was in den letzten Tagen vor meiner Abreise geschah. Am 10.02. kam Karsten Bomberg aus seinem Urlaub von der Küste in Diani, 1.000 km entfernt und gefühlt wie 2.000, mit dem Bus nach Siaya um uns zu besuchen und viele Werkzeuge zu bringen. Höhepunkt ist ein Profi-Akkuschrauber. Aber auch die anderen Gerätschaften helfen sehr! Vielen Dank an Karsten  für den Transport.

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Einfache Dinge wie Wasserwaagen sind hier kaum zu bekommen, und wenn, dann nur in Billig- China Ausführung, die nicht lange hält. Alle haben sich sehr gefreut.
Es wurde der Dachstuhl für das Lehrergebäude, das  übergangsweise als Lager benutzt wird, gerichtet. Traditionell ist es hier üblich, dass die Frauen die Wände verputzen. Das haben wir übernommen, nur mit der Veränderung der Lehmputzmischung. Normalerweise wird der Lehm mit Kuhdung vermischt. Das reicht aber bei weitem nicht aus und so entstehen immer sehr viele tiefe Risse. Nach mehreren Versuchen haben wir dann das richtige Mischungsverhältnis gefunden, so dass kaum Risse entstanden.

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Es hatte sich herumgesprochen, dass Karsten gekommen war und so besuchte uns eine Delegation des Gouverneurs um Karsten zu begrüßen und ihren Dank für die Werkzeuge auszusprechen.

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Am Montag den  07.03. kamen rund 30 (!) BewerberInnen. Es hat sich ziemlich rumgesprochen, dass hier zuverlässig Samstags bezahlt wird und auch Frauen eingestellt werden.

Während meiner Abwesenheit hat sich viel verändert. Das Lehrergebäude ist im Wesentlichen fertig gestellt. Das Dach ist gedeckt die Fenster eingebaut und verglast. Das war eine Überraschung, denn es war noch nicht klar, wie die Verglasung ausführen werden könnte. Die vorliegenden Angebote waren alle zu hoch. Jetzt stellte sich heraus, dass Raymond derTischler, der so schon ein großer Gewinn ist, auch verglasen kann. So fallen nur die Material- und Lohnkosten an. Preiswerter geht es nicht! So können später die gesamten Schulfenster verglast werden.

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Auch für die Toiletten und Schultüren hatte ich bereits Angebote eingeholt, aber auch die werden wir selber bauen. Natürlich kann Raymond das nicht alles alleine machen. Es kristallisiert sich immer weiter heraus, wer welche Arbeiten favorisiert und wird dann entsprechend eingesetzt. Otieno, der am Anfang so einige Probleme hatte und ein paar Mal ausfiel, hat seine Holzbau- Fähigkeiten entdeckt und arbeitet seit dem zügig und zuverlässig, und hat seit dem noch keinen Tag gefehlt. So gibt es noch einige andere, die sich positiv entwickelt haben du Raymond eine große Hilfe sind.

Der Putz des Lehrerzimmers ist fertig gestellt. Hier gibt es noch ein paar Stellen, die wir nachbessern müssen. Das liegt daran, dass zunächst die Mischung des Putzes noch nicht ganz richtig war.

Den Unterschied sieht man ganz klar bei den Toiletten. Hier ist der Putz ebenfalls fertig, aber viel besser.

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Beim Schulgebäude ist die erste Reihe Stampflehm fertig. Wir haben weitere Wandanker in Dar-es- Salam bestellt, aber wieder nur einen Teil bekommen. Diese deutsche Firme ist sehr unzuverlässig, aber wir haben keine Alternative.

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Michael hat in Nairobi die gesamten großen Baustoffhändler aufgesucht, aber keine Wandanker gefunden. Unseres Wissens ist die Firma in Dar-es-Salam (Tansania) die einzige in Ostafrika. In dieser Woche sollen die fehlenden Teile geliefert werden, so dass wir erneut unsere Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen können.

Nachdem uns mehrere Köchinnen, die Mittags Essen gebracht haben, öfter versetz haben, gibt es jetzt auch zwei Köchinnen, die auf der Baustelle kochen und uns versorgen. Sie kommen morgens auf die Baustelle und kochen hier.

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Beerdigung – Krankheit – Urlaub

01.02. – 14.02.

Nachdem es mich wie einige Andere letzte Woche mit Thyphus erwischt hat und den Großteil der vergangenen Woche im Bett zugebracht habe, konnte ich heute wieder eingeschränkt auf die Baustelle.
In der Woche ist eine Menge aufgelaufen und nach der Woche war ich noch etwas schlapp. Daher schreibe ich jetzt hier eine Zusammenfassung.
Zum Wochenbeginn haben sich fast 20 Leute beworben, davon mehrheitlich Frauen. Da wir in Kürze große Mengen Erde benötigen, haben wir 10 Frauen eingestellt, die das Sieben durchführen. Während meiner Abwesenheit hat sich einiges getan: Bei dem kleinen Gebäude wurden weiter Lehmabschnitte gestampft und in einem Teilbereich die fertige Höhe erreicht.
Die Schalung wurde weiter ausgebaut, um möglichst wenige Anschlüsse zu bekommen. Später kann dann diese Schalung vermietet werden.

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Kurz vor meiner Krankheit gab es eine Beerdigung, an der ich teilgenommen habe. Es handelt sich um meinen alten Freund Rufinus, den ich seit meiner ersten Reise 1987 nach Siaya kannte und sehr schöne Erinnerungen habe.

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Mit rund 600 Gästen war das eine durchschnittliche Größe.

Auf der Baustelle fertigen wir Gerätschaften wie Leitern selber, da industriell gefertigte sehr teuer sind.

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Da wir noch “Trockenzeit” haben und ab März normalerweise die Regenzeit einsetzt, haben wir erneut begonnen, Lehmsteine zu produzieren, die wie lagern und später für das Waisenhaus benötigen.

 Video Lehmsteine herstellen

 

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Das kleine Gebäude ist fertig und gleich geht es mit dem Dachstuhl  weiter

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Die Tischler haben mein Outdoor – Büro übernommen und fertigen Fenster- und Türrahmen vor, die in die Schalung eingesetzt werden und dort verbleiben.

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Am Mittwoch kam Karsten, Mitglied bei uns und bei den Ingenieuren ohne Grenzen , um sich die Baustelle und vor allem die Trenntoiletten anzusehen. Außerdem hat er eine Menge Werkzeug mitgebracht. Vielen Dank dafür. Vor allem der Akkuschrauber macht schwer Eindruck und wird gerade dringend benötigt.

Am Donnerstag abend sind wir dann nach Kisumu, um am Freitag morgen früh nach Mombasa zu fliegen. Dort am Flughafen werde ich meine Freundin treffen, um gemeinsam Urlaub an der Küste zu machen.
Ich melde mich jetzt für 3 Wochen ab. Die Jungs auf der Baustelle sind gut vorbereitet und eingespielt. Ich habe ein Bauleitungsteam, bestehend aus Ouma als Maurer, Anthony als Dipl.-Ing. und Michael Aput als Vorarbeiter, installiert. Die drei sind sehr verantwortungsbewust und ergänzen sich mit Ihren unterschiedlichen Berufen gut.

Tutaonana!

 

 

Der Regen ist zurück!

18.01. – 31.01.2016
Der Regen ist zurück!
Nachdem wir ein paar Wochen mit sehr wenig Regen hatten, hat sich „El Niño“, wie hier der Dauerregen genannt wird, mit einem heftigen Gewitter und viel Regen zurück gemeldet. So mussten wir die Wände erst etwas trocknen lassen, bis wir weiter arbeiten konnten. Bei den Toiletten haben wir die letzten Pfeiler begonnen und das Holz für die Dachkonstruktion vorbereitet. Morgen wollen wir den Dachstuhl richten und die Dacheindeckung fertig stellen.

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Dienstag. Morgens um 6 Uhr fing es wieder an zu regnen. Zunächst war es ein leichter Regen, der sich aber stetig verstärkte. Wir konnten uns nur in die Wellblechhütte zurück ziehen und warten. 3 Stunden dauerte es, bis der Regen aufhörte. Alles war so nass, dass wir keine Wände stampfen konnten. Um nicht mehr so abhängig vom Wetter zu sein, haben wir das Schutzdach gebaut, unter dem wir geschützt vor Sonne und Regen den Lehm sieben, mischen und zwischenlagern werden. Die Zeit haben wir genutzt um Sonderschalung für die aussteifenden Wandpfeiler zu bauen.
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Am Mittwoch Vormittag war Mitgliederversammlung von M.O.C.C. auf der Baustelle angesagt. Zunächst wurden die Mitglieder über den aktuellen Baustatus informiert. Die Stampflehmtechnik wird sehr positiv aufgenommen. Fast jeden Tag kommen Besucher, zum Teil auch aus weiter entfernten Ortschaften, um sich den Stampflehm anzusehen.
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Der Haupttagungspunkt war eine Satzungsänderung um den Weg für eine zollfreie Einfuhr von Baugerätschaften und anderen Dingen zu ebnen. Nach kurzer Diskussion wurde die Änderung einstimmig beschlossen.

Das Holz wurde bei dem Händler in Kisumu angeliefert. Zum Abholen benötigten wir einen Lkw, den wir über den Baustoffhändler Josef günstiger als üblich einen mieten konnten, und das von Siaya aus. So fuhren wir mit dem Lkw nach Kisumu und konnten auch die Fahrtkosten für das Matatu sparen. Um den Lkw optimal auszunutzen, beschlossen wir, das gesamte Wellblech ebenfalls in Kisumu zu kaufen. Baustoffe sind in Kisumu einiges günstiger. Das Problem ist immer der Transport. Mit einem Baustoffhändler konnten wir einen Preis aushandeln, der pro Stück 250 Ksh unter dem Siaya- Preis liegt und uns somit umgerechnet 1.250 € einspart. Als der Lkw dann mit dem Holz beladen war, mussten wir feststellen, dass das Volumen des Fahrzeugs bereits erschöpft war. Das Gewicht war nicht das Problem. Über unseren Baustoffhändler Josef in Siaya konnten wir organisieren, dass das Wellblech zu einer Lieferung, die er in den nächsten Tagen erhält, kostenlos beigeladen wird.

Auf dem Rückweg hatte dann der Lkw eine Reifenpanne. Ein Spezialist, der schlauchlose Reifen reparieren kann war relativ schnell gefunden. Die Einigung war auch einfach, aber dann war er plötzlich verschwunden. Bis er wieder zurück kam dauerte es eine Weile und uns blieb nichts anderes übrig als zu warten. Als wir dann endlich die Baustelle erreicht hatten, war es nach 18 Uhr und keiner unserer Arbeiter zum Ablade mehr vor Ort. Also mussten wir erst noch Tagelöhner zum Abladen organisieren. Da dieser Mehraufwand nicht von uns verursacht wurde, war der Fahrer sogar bereit, die Kosten für das Abladen zu übernehmen.

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Hier ein 180°- Schwenk über das Grundstück, der zwar schon 14 Tage alt ist, aber einen schönen Überblick verschafft:

Video Grundstückübersicht

 

Auf der Suche nach Bambus

11. – 17.01.2016

Die Ramm- und Umbauzeiten werden langsam von Abschnitt zu Abschnitt besser. Ein relativ großer Wandabschnitt war heute in vier Stunden fertig gestellt. Die Oberflächen sehen recht gut aus. Die Fugen der Schalungsbretter zeichnen sich zwar ab, aber dies ist der lokal gebauten Schalung geschuldet.

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Colins sagte nach dem Ausschalen: „ We are proud of what we are doing!“ und alle anderen strahlten.

Donnerstag Nachmittag fuhren Michael und ich rund 25 km über zum Teil schlechte Erdpiste nach Gem in den Busch um jemanden zu besuchen, der Bambus anbaut. Es handelt sich um einzige Plantage mit südostasiatischem Bambus in Kenia. 18 verschiedene Arten und Größen werden hier angepflanzt. Wir sind auf der Suche nach Alternativen zu normalem Holz für die Dachstühle. Holz ist sehr teuer. Auch Stahlrohre sind nicht wesentlich preiswerter. Bambus hat die guten Eigenschaften, bei geringem Eigengewicht sehr tragfähig zu sein. Die Problematik liegt bei kraftschlüssigen Verbindungen, da die Stämme hohl sind. Es gibt low-tech Lösungen, die wir aber erst ausprobieren müssen. Bambus ist  deutlich preiswerter, allerdings müssen Tragwerke als sogenannte Zangenkonstruktionen ausgeführt und entsprechend verbunden werden.

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Das bedeutet, dass mehrere Profile parallel verlaufen und mehr Material notwendig ist. Das werden wir jetzt analysieren und dann entscheiden.

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Im Blog hat eine Bauingenieurin ihre Anerkennung über unsere Arbeit hinterlassen. Dieses Lob habe ich heute Morgen an die Mitarbeiter weitergegeben. Sie haben sich sehr gefreut und sich bedankt.

Für die Trenntoiletten habe ich heute Holz für den Dachstuhl, Wellblech, Regenrinnen und die entsprechenden Kleinteile gekauft. Das Aussuchen des Holzes war langwierig und teuer. Langwierig, weil man die Kanthölzer sehr genau aussuchen muss, weil es viele Beschädigungen und verzogene Profile gibt. Beim Warten ist mir wieder einmal mehr aufgefallen, wie hier gearbeitet wird. Viele Menschen arbeiten 7 Tage pro Woche, von 9 bis 21 Uhr. Es wird wirklich viel gearbeitet, aber es ist immer auch Zeit für ein Schwätzchen und für Lachen. Auch ich als „Mzungu“ werde immer wieder mit einbezogen. Und das macht für mich den entscheidenden Unterschied: Es wird viel gearbeitet, aber es gibt wenig Stress. Den Anderen wahrzunehmen und zu grüßen ist hier elementar wichtig. So kommt man fast überall sehr leicht auch mit Fremden ins Gespräch.
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Für diagonale Abstützung haben wir jetzt Stahlrohre, die gelenkig an den  Holzpfosten befestigt sind. Dies erleichtert das Ausrichten und den Umbau der Schalung. Die Winkel sind aus alten Winkelprofilen gesägt, die wir noch hatten. Die Schrauben habe ich bei einem Schrotthändler in Jua Kali organisiert. Das war großes Glück, denn solche Schrauben sind in Siaya kaum erhältlich. Und preiswerter als Neue waren sie auch. Etwas rustikal, aber es funktioniert.

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Die letzten Wochen waren überwiegend ohne Regen. Es wurde immer heisser, so dass jeder dachte, dass dieser lange Regen endlich vorbei ist. Aber heute hat er sich zurück gemelde, so dass wir die Gebäude abdecken und die Arbeit unterbrechen mussten. Die Zeit von November bis Februar ist normalerweise die Trockenzeit.

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Daher haben wir ein temporäres Schutzdach gebaut, um vor Regen und Sonne geschützt die Erde sieben und mischen zu können. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird es ab und an anderer Stelle als Lager und Abstellraum wieder aufgebaut.

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Stampflehm und Lehmsteine

04. – 10.01.2016

Die erste Aktion war heute die Schalung zu entfernen. Wieder waren alle sehr gespannt. Die neue Wand sieht gut aus. Lediglich an ein paar kleinen Stellen war die Mischung etwas zu trocken. Das sind aber nur kleine Stellen, die ausgebessert werden können.

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Weiter werden die Streifenfundamente des Waisenhauses betoniert, Lehmmörtel für morgen vorbereitet, weitere Schalungselemente umgebaut, gesiebt und die Schalung für den nächsten Wandabschnitt aufgebaut.

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Ich bin damit beschäftigt, defekte Gerätschaften reparieren zu lassen und Materialien zu besorgen. So habe ich heute eine Gießkanne gekauft. Eigentlich nichts besonders. Industriell produzierte habe ich noch nicht gesehen. Es gibt hier ein Gewerbegebiet „Jua kali“. Das bedeutet „Heiße Sonne“, oder auch „Scharfe Sonne“, weil hier die Kleinhandwerker unter der heißen Sonne arbeiten. Ein herbes Viertel. Mittlerweile bin ich da gut bekannt und irgendwie mag ich dieses Viertel. Hier wird nämlich mit einer unglaublichen Kreativität alles Mögliche recycelt. Die besagte Gießkanne z.B. wurde aus alten Blechen gebaut. Das gefällt mir hier: Nichts wird weggeworfen, sondern aus dem Gesammelten entstehen neue Dinge. Das ist ökologisch und verschafft vor allem den Handwerkern Arbeit. Außerdem ist es oft preiswerter.

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IMG_9431 Diese Schüssel “Carrey” wurde ebenfalls recycled

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Das ist mein Bauleitungsbüro

Immer wieder kommen Leute auf die Baustelle und wollen die Lehmwand sehen. Michael meint, dass das hier eine Menge verändern wird , wenn sich das erstmal rumgesprochen hat. Dann würde es auch nicht mehr lange dauern, bis Zeitungsreporter und Fernsehteams kommen.

Nach der ersten Wand haben wir entschieden, dass wir jetzt zuerst die Schalung weiter umbauen um später zwei „Sets“ zu haben. Also wieder getüftel. Heute habe ich den halben Tag mit gearbeitet. Und zwar haben wir zwei Schalungsrahmen so umgebaut, dass wir nachher Hölzer in der Wand haben, um die Türen daran festzuschrauben.

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Auf Basis der Lehmmörteltests haben wir heute Mischung für Lehmmörtel angesetzt, um morgen mit dem Lehmsteinmauerwerk beginnen zu können.

Mittwoch. Eine Fahrt nach Kisumu  (ca. 70 km und die 3. größte Stadt)  ist heute erforderlich, weil morgen mein Visum abläuft. Das Touristenvisum, dass man bei der Einreise bekommt ist maximal 3 Monate gültig. Es kann einmal um weitere 3 Monate verlängert werden. Das dauert den ganzen Tag und passt mir gar nicht ins Konzept, muss aber sein. Außerdem können wir bei der Gelegenheit ein paar Dinge besorgen, die in Siaya nicht erhältlich sind.

Als Erstes zum Immigration Office. Dort erwartete uns wieder der gleiche unfreundliche und unmotivierte Beamte wie beim letzten Mal. Auf Grund der Al Shabab Anschläge werden die Visa nicht mehr so leicht verlängert wie früher. Also haben wir uns eine Geschichte für den Beamten überlegt. Eine von Michael’s Töchtern ist in Österreich verheiratet. Michael erzählte ihm, dass ich aus der Familie des Schwiegersohns stamme und ihn hier besuche. Der Beamte war zunächst ziemlich abweisend. Michael hat ihm dann flüchtig 1.000 KSh zugesteckt und plötzlich wurde er etwas gesprächiger. Er füllte das DIN A3 Formblatt aus, nahm meine Abdrücke von allen Fingern und wurde zwischendurch etwas ungehalten, als ich nicht verstand, wie er die Fingerabdrücke nehmen wollte. Was ihn dann völlig konfus machte war die Tatsache, dass er nicht verstand, ob ich nun Deutsch, oder Dutch sei. Mehrfach mussten wir ihm erklären, dass German = Deutsch ist und Dutch = Holland, und ein anderer Staat ist. zwischendurch wurde er dann leicht ungehalten. Ich erhielt den vorläufigen Ausweis (Alien Card), der richtige Ausweis dauert 2 Monate. Zu guter Letzt hat er dann vergessen die offizielle Bearbeitungsgebühr von 2.000 KSh zu kassieren. Ich hab nichts gesagt. Den Stempel im Reisepass und den vorläufigen Pass habe ich.
Ich bin also nach wie vor illegal hier. Da ich nur ein Touristenvisum habe, darf ich nicht arbeiten. Daher waren wir vor 3 Monaten schon mal hier, um das Touristenvisum in ein Arbeitsvisum für gemeinnützige Organisationen zu ändern. Es gibt da ein spezielles, aber dieser Beamte meinte nur, dass wir ein normales Arbeitsvisum beantragen sollen. Das kostet aber pro Monat umgerechnet 150 € !!! Daher habe ich mich entschieden lieber illegal zu arbeiten, als einen so hohen Betrag zu zahlen. Da haben wir auch kein Budget für. Michael sagte, dass mich hier auf dem Land niemand stören wird.

Anschließend haben wir dann das gesamte Holz für die Fenster- und Türrahmen bestellt. Es ist in Kisumu preiswerter als in Siaya und in dieser Qualität nicht erhältlich.

Die Jungs haben gestern mit dem Lehmsteinmauerwerk mit Lehmmörtel begonnen. Das war das erste Mal, dass sie auf diese Art gemauert haben. Und sie sind begeistert. Es dauert zwar noch etwas länger, aber das Mauerwerk sieht gut aus.

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Da wir zwei Sets von Schalung und somit zwei Arbeitgruppen haben werden, benötigen wir noch weitere Rammer und andere Diagonale Streben um die Schalung zu halten. Ich habe mir ein System aus einem leicht verfügbaren Standard- Stahlrohr überlegt, das flexibel und einfach ist.
Ich hatte einen Termin mit einem Schlosser. Er war pünktlich in seinem Workshop. Also System beschreiben und dann – ganz wichtig – den Preis aushandeln. Das ist immer ein „Spiel“ das sein muss. Die Preise sind immer erstmal zu hoch und manche meinen, obwohl sie mich mittlerweise kennen, mir einen Mzungu- Preis (= extra hoch) zu machen. Aber das kenne ich ja schon und habe das Spiel mitgespielt. Geeinigt haben wir uns auf die Hälfte des ersten angebotenen Preises.

Dann weiter zu meinem Lieblingsviertel Jua Kali. Diesmal brauchte ich nicht suchen, sondern wusste, bei welchem Schrotthändler ich die Stahlprofile für die Rammer bekomme. Auch wo das wahrscheinlich einzige verzinkte Rohr in Siaya zu bekommen war, wusste ich vom letzten Mal. Gehandelt, gekauft und Träger beauftragt das Rohr zum Schrotthändler zu bringen,  ablängen und an die Stahlprofile anschweißen. Transportiert habe ich die Teile dann in zwei Fuhren auf dem Mopped. Real Kenyan style.

Samstag ist Zahltag. Das Geld liegt schon in kleinen Scheinen bereit. Vormittag musste ich mal einen intensiven Bürotag einlegen. Um ungestört arbeiten zu können, blieb ich nur kurz auf der Baustelle und fuhr dann nach Hause
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zurück. Mittlerweile nimmt das hier ziemliche Ausmaße mit der Arbeit an, so dass ich ständig eingespannt bin, um den Blog aktuell zu halten, die Rechnungen einzugeben, Angebote einzuholen, die Baustelle unter Kontrolle halten und immer 14 Tage im Voraus denken muss.

Heute konnte ich die letzten Rammer abholen. Die diagonalen Schalungsstützen sind auch fast fertig.

IMG_9447 Unsere selbstgeschnitzten Rammer

Also zurück zur Baustelle mit dem dicken Bündel Geld und die ArbeiterInnen bezahlt. Einer der beiden Frauen musste ich heute leider kündigen, weil sie trotz mehrfacher Ermahnungen viel herum gestanden und gequatscht, langsam gearbeitet und eine sehr negative Energie verbreitet hat. Die negative Energie ging gar nicht gegen das Projekt, sondern die war einfach grundsätzlich negativ.

Auch mit zwei von drei Fundis musste ich heute Morgen ein ernstes Wort reden. Einer kommt oft zu spät und überzieht die Mittagspause. Das habe ich ihm heute vom Lohn abgezogen. Der Andere ruht sich gerne im Schatten aus und denkt nicht selbständig mit. Beides können wir nicht dulden, denn sie haben Vorbild- und Leitungsfunktionen.

New year

28.12. – 03.01.2016

In der Nacht kam wieder Wasser. Also habe ich heute vor dem Frühstück erstmal den Wassertank aufgefüllt. Es kam eine ziemlich braune Brühe, die aber nach Chlor riecht. Das Braune ist nur Erde, die sich im Fass absetzt. Und schon hat man sauberes Wasser. Für mich relativieren sich angesichts solcher Umstände viele Probleme von zu Hause.

Mein Mopped blieb heute auf halbem Weg zur Baustelle liegen, so dass ich mich später von einem Moppedtaxi (Boda Boda) nach Siaya schleppen ließ um es zu reparieren. Es dauerte zwar den halben Vormittag, hatte aber nur eine kleine Ursache.
Auf der Baustelle konnten wir heute zunächst nicht richtig arbeiten, da es in der Nacht sehr viel geregnet hatte und alles sehr matschig war.
Nachmittags haben wir angefangen das erste Waisenhaus- Gebäude einzumessen.

Das Einmessen der Wohneinheit war eine echte Herausforderung, da dieses Stück des Grundstücks eine relativ starke Neigung hat. Gegen Mittag war es geschafft und das Ausschachten begann. Der Boden in diesem Stück ist viel härter als in den oberen Bereichen.

Mit Ouma, Michael Aput und Anthony (der Bauingenieur) habe ich die  Erfahrungen und die Handhabung der Schalung und das Lehmrammen diskutiert und beschlossen, die Elemente zu verkleinern um sie leichter zu machen. Das kenianische Holz ist wesentlich schwerer als unseres. Beim Ausschalen hatte ich wirklich Angst, jemand würde sich verletzen.

 

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Die Umbauarbeiten laufen. Das dauert natürlich, weil wir aus dem vorhandenen Konzept ein Neues entwickeln müssen. Dazu gehören auch einige Diskussionen. Das läuft alles sehr partnerschaftlich und auf Augenhöhe ab.

Die Fundamentgräben wurden heute fertig.

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Links seht ihr die sebst gebaute Prüfform für die Ermittlung der Mörtelkonsistenz. Die rechten Teile sind Prüflinge aus Lehm und Sand um das Schwindmass und die Rissbildung zu ermitteln.

Eine kleine Mannschaft wollte am Neujahrstag arbeiten. Ganz vorne mit dabei unser Vorarbeiter Michael Aput und der neue Mann Anthony Oudo. Er ist Bauingenieur und hat sich als normaler Arbeiter beworben. Als er sich vorgestellt hat, war er extrem aufgeregt. Wir haben uns zunächst eine Weile unterhalten. Dabei stellte sich heraus, dass er in Afrikas größtem Flüchtlingslager Dadaab bereits mit Lehm gearbeitet hat, allerdings mit gepressten Lehmsteinen und unter Zusatz von Zement. Er hat ein umfangreiches Fachwissen und eine angenehme Persönlichkeit. So habe ich ihn sofort eingestellt. Er hat sich schnell und problemlos in das Team eingefügt und hat nach ein paar Tagen die Gruppenleitung übernommen. Ich empfinde ihn als sehr angenehmen Mitarbeiter.

Der Umbau der Schalung ist eine weitere Herausforderung und hat heute den ganzen Tag in Anspruch genommen. Es war gut, heute nur ein kleines Team auf der Baustelle zu haben, so dass wir uns auf die Schalung konzentrieren konnten. Abends war dann alles soweit auf- und ausgerichtet, dass wir morgen mit dem Lehmeinbau beginnen können. Ich habe ebenfalls bei der Schalung mitgeholfen und parallel Lehmmörtel getestet, um in der nächsten Wochen mit dem Vermauern der Lehmsteine am Toilettengebäude zu beginnen.
Der Nachteil beim Lehmbau ist, dass es immer eine gewisse Vorlaufzeit benötigt, bevor man beginnen kann. Dazu gehören Tests zur Beurteilung und das Einweichen, genannt Mauken.
Bei dem Lehmeinbau stellte sich dann heraus, dass die Schalung noch etwas nachgezogen werden musste, da sie etwas auseinander gegangen war. Wir arbeiten zunächst an einem kleinen Gebäude, dass zunächst als Lager und später als Lehrerzimmer genutzt wird, bevor wir die Klassenräume beginnen. Das hat sich wieder einmal mehr als guten Start erwiesen.

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Zum Jahreswechsel möchte ich noch persönlich etwas zu dem Projekt mitteilen. Der Fokus liegt jetzt hier bei der Baustelle und was wir jeden Tag machen. Um  diese Baustelle überhaupt zu ermöglichen, hat es sehr viel Vorbereitung gebraucht. Angefangen über Vorgespräche, Konzeptplanungen, öffentliche Veranstaltungen, Anträge stellen und vieles mehr. Dafür bedanke ich mich bei allen Mitgliedern und Unterstützern, die bei den verschiedenen Aktionen mitgeholfen haben. Ganz vorne dabei Susanne Koschewski, unsere 2. Vorsitzende. Ohne ihr umfassendes Engagement und der Anderen wären wir noch lange nicht soweit. Viele Aktionen wurden in Hennef und Umgebung durchgeführt, die sie federführend geleitet hat. Dazu gehören die Teilnahme an Weihnachtsmärkten, Afrikatage in Köln, Stadtfest, Gala bei Lars Stallnig, plus Vor- und Nachbereitung, um nur ein paar zu nennen.
Hier in Kenia sind wir rund 20 Arbeiter, die das Projekt schultern. So schaffen wir es, recht große Dinge auch ohne Maschinen zu bewegen. In Hennef dagegen ist die Anzahl der Schultern noch zu gering – zu viel lastet bei Susanne. Ich bitte daher diejenigen, die den Blog verfolgen und denen das Projekt gefällt, sich mit einer kleinen ZEITspende zu beteiligen. Die Art der Arbeit und den Umfang kann entsprechend eurer Fähigkeiten und Wüschen besprochen werden. Das Kontakttelefon: 02242 – 873275.

Vielen Dank und alles Gute für 2016!

IMG_9389 Blick auf die Baustelle vom gegenüber liegenden Hang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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E.R.C.

21. – 27.12.2015

Montag Morgen. Unsere Arbeiter sind vollständig erschienen. Kennedy hat einen Weg von fast 20 km (!), den er normalerweise mit dem Fahrrad bewältigt. Wegen dem starken Regen in der Nacht waren die Wege so matschig, dass er nicht fahren konnte. So ist er den ganzen Weg zu Fuß gegangen und kam sogar fast pünktlich an. Was für eine Belastung! 20 km Fußmarsch in der Nacht, dann 8 Stunden Arbeit auf der Baustelle und danach noch diese lange Strecke Fußmarsch zu nach Hause. Er arbeitet für 350 KSh (= ca. 3,50 €) pro Tag. Daran sieht man, wie wichtig ihm der Job ist, aber auch, wie hier die Bedingungen sind.
Heute Morgen kamen 15 Bewerber auf die Baustelle. Auch Frauen sind dabei. Zwei haben wir eingestellt. Langsam werden wir die Zahl der ArbeiterInnen erhöhen.

Zwischen durch  fuhren wir kurz nach Ny’ga zu Mama Sarah, der Großmutter von Barak Obama!
Michael kennt hier so viele Leute, auch Obama persönich , dass es leicht war, bei ihr einen Termin zu bekommen.

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Mama Sarah .                                                                                                                                             In dem rechten Haus hat Obama immer
gewohnt, wenn er als Kind, bzw.  Jugendlicher zu Besuch war
Sie ist eine einfache Frau geblieben, die alles was sie hat, sowie ihren Namen für ein Waisenhaus einsetzt. Obamas Halbschwester Auma ist ebenfalls sozial engagiert. Wir haben mit ihr telefoniert und wollen versuchen mit ihr zu kooperieren.

Dienstag. Heute wollen wir die erste Wandecke erstellen! Als wir dann die halbe Höhe erreichten und den zweiten Teil der Schalung aufbauen wollten, mussten wir feststellen, dass trotz der Prüfung beim Tischler, Maßtoleranzen vorhanden sind. So mussten wir Teile erst anpassen. Das dauerte dann den Rest des Tages. Aber morgen kann es dann wirklich losgehen!

Die betonierte Decke der Toiletten wurde aus- und die zweite Decke eingeschalt. Morgen soll die zweite Decke betoniert werden, so dass der Beton über die Weihnachtstage aushärten kann. Ausserdem haben wir noch weitere Siebe gebaut, da wir große Mengen an Lehm verarbeiten werden.

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Alle freuen sich auf die morgige Weihnachtsfeier. Es wird eine kleine Feier mit den Arbeitern und den M.O.C.C. – Mitgliedern geben. Wie bei uns, wird zu Weihnachten gut gegessen. So haben wir etwas zu essen und Getränke wie Cola organisiert. Alkohol wird es nicht geben. Für die Arbeiter gibt es Tshirts mit der Aufschrift: „M.O.C.C.’s  E.R.C. – Earth Research Centre“, eine Bezeichnung, die von uns allen in den letzten Wochen aus einem Spaß heraus, über R.C: und R.C.C.  entwickelt wurde.
Alle sind mächtig stolz zu unserem Team zu gehören und sind heute besonders fleißig, um morgen die Baustelle gut präsentieren zu können.
Die Tshirts wurden uns spontan von Sympathisanten aus Deutschland gestiftet.

Die erste Lehmwand ist fertig gestellt. Kurz vor Feierabend haben wir sie ausgeschalt. Sie sieht gut aus, die Oberfläche ist glatt und die Schalung hat sich nur etwas verbogen, weil noch zwei Kanthölzer fehlten. Alle sind stolz auf diese erste Wand!

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Heiligabend. Unsere Lehmwand ist umgefallen! Alle waren so geschockt und sehr enttäuscht. Alle wollten jetzt voll motiviert richtig loslegen.  Und dann das! Die Ursache war dann aber schnell gefunden: Vorgestern hatten wir die Wand bis auf halbe Höhe gestampft und über Nacht abgedeckt. In der Nacht hat es dann sehr stark geregnet. Wasser ist in Ritzen zwischen Folie und Schalung eingedrungen, lief bis  in die Basis herunter und hat sie so einseitig aufgeweicht. Der Regen kam von Osten, um gefallen ist sie nach Westen.

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Allerdings erwarteten wir heute Gäste zu der Feier. Daher haben wir im Wesentlichen alles aufgeräumt, Gerätschaften gesäubert und die Feier vorbereitet .

Die Mitarbeiter bekamen die gestifteten Tshirts und waren sehr stolz darauf. Sie haben rund 120 unterschiedlichsten Bäume mitgebracht, die wir einpflanzten. Alle diese Bäume  sind Spenden von den Mitarbeitern. Auch das ist ein Zeichen der Identifikation mit dem Projekt.
Zwei Köchinnen hatten Essen zubereitet. Wir schließen die Baustelle für drei Tage und fangen am Montag wieder an.
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Der 25.12. ist hier der eigentliche Weihnachtstag. Auf Grund der Armut vieler Händler, öffnen viele auch an Sonn- und Feiertagen, so auch am Weihnachtstag ihre Stände und Geschäfte. Daher ist kaum weniger Betrieb in den Strassen. Die Weihnachtsfeierei ist sehr viel weniger spektakulär als bei uns.

Wir wohnen im Ortsteil Mbaga. Dort haben wir jetzt schon den 7. Tag kein Wasser in der Leitung. Wasser und Strom fallen ständig aus, manchmal nur kurze Zeit, aber auch länger. Daher hat jeder ein Wasserfass mit einem Notvorrat im Haus. Aber nach sieben Tagen sind auch diese rund 50 Liter aufgebraucht. So lernt man hier ganz schnell, sich mit wenig und mit sehr wenig Wasser zu waschen. Mein Rekord liegt bei 3 Litern! Davon habe ich dann noch die Hälfte des schmutzigen Wassers in einer Schüssel aufgefangen, die ich dann in den Klospülkasten fülle. So kann man wenigstens hin und wieder die Klospülung benutzen. Ansonsten gibt es nur die Latrine.
Auch lernt man hier, wenn man abends „duschen“ geht, eine Taschenlampe mitzunehmen. Es ist ziemlich unpraktisch, plötzlich eingeseift im Dunkeln zu stehen. Das alles nervt natürlich alle, wird aber recht gelassen hingenommen, weil es so oft passiert.

Das meiste habe ich über den Bauablauf geschrieben. Es laufen jedoch viele andere Aktionen parallel. Michael ist ständig  in Sachen des Projektes unterwegs . So haben wir z.B.einen Berater der Weltbank zum Grundstück eingeladen der 14 afrikanische Länder berät und vielleicht ein Verbindungsmann für uns werden kann.  Am 25.12. bekommt Michael dann einen Anruf: Dieser Berater ist auf dem Grundstück. Wir müssen alles stehen und liegen lassen und zum Grundstück fahren.
Vor kurzem war Michael mit seinem Bruder Stephen Okello, der der Hauptverantwortliche und Koordinator des Papstbesuches im November, bei dem Gouverneur. Okello kennt durch seine Arbeit viele wichtigen Leute, mit denen er uns verbinden kann. Michael ist morgens fast immer einer der Ersten auf der Baustelle und ist dort mein Verbindungsmann wenn es ums Übersetzen in Dholuo geht. Dann fährt er meistens , um sich mit den unterschiedlichsten wichtigen Menschen zu treffen. Oft sehe ich ihn tagsüber kaum. Abends bei Abendessen berichtet er dann. Das Mittagessen fällt bei ihm deswegen oft aus. Auch die Fahrt zu Obamas Großmutter und Halbschwester war nur teilweise privat und  im Wesentlichen für die Verlinkung unseres Projektes gedacht.
Alle diese Kosten wie Benzin, Verwaltungsgebühren für MOCC etc. bezahlen Michael, Julius und Celestine aus eigener Tasche. Eine Fahrt mit dem Mopped- Taxi Boda Boda von Siaya zur Baustelle kostet 50 KSh = 50 cent. Angesichts der geringen Einkünfte ist das viel Geld. Mit den drei oben Genannten haben wir wirklich Glück, denn es ist hier um ein vielfaches schwieriger als bei uns, Ehrenamtler zu gewinnen.  Das liegt daran, dass die Armut so groß ist, dass viele ständig arbeiten müsen. Viele, die einen Angestelltenjob haben, gehen im Urlaub woanders arbeiten. Viele Händler verkaufen auf der Strasse von morgens um 9 Uhr bis nachts um 22 Uhr und das 7 Tage pro Woche!  Da ist dann kein Platz mehr, um sich ehrenamtlich einzubringen. Das sind ziemlich andere Verhältnisse, die wir uns von zu Hause nicht vorstellen können!
So versuchen manche über kriminelle Aktionen an Geld zu kommen. Aber es gibt auch  Spendenwillige und auch viele Superreiche. Die Schere zwischen Arm und Reich geht hier sehr weit auseinander. Diese Spendenwilligen haben Angst, auf ein Fake- Projekt herein zufallen. Der Fantasie ist bei Betrügereien keine Grenze gesetzt und ist hier sehr kreativ. Daher muss man einem Projekt wie unserem, taktisch den richtigen Zeitpunkt erwischen, wann man Spenden akquiriert. Es gibt nur eine Chance! Und man muss natürlich einen relativ weit voran geschrittenen Baufortschritt haben. Nur so kann man vorweisen, dass man wirklich seriös ist. Das ist schon ziemlich anders als bei uns.

IMG_9205Kinder im Gegenlicht der untergehenden Sonne

Ganze Mannschaft

14. – 20.12.2015

Bis Donnerstag hatte ich mir eine Auszeit genommen und bin mit dem Motorrad zum Rift Valley, dem ostafrikanischen Grabenbruch, gefahren. Eine tolle Landschaft, wo das Land von 2.300 m fast senkrecht auf  rund 1.300 m  abfällt.
Arbeitgeberfreundlich habe ich mir die zweite Magen- Darmverstimmung unterwegs geholt, so dass im Urlaub genügend Zeit war, es auszukurieren.

Zurück auf der Baustelle.
Während meiner Abwesenheit hat sich viel auf der Baustelle getan: Jede Menge Erde wurde gemischt, ein Sieb gebaut und die Decke der Toiletten betoniert.

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Michael hat in der Zwischenzeit recherchiert, wo wir möglichst einfach weiteren Lehm bekommen. Etwas außerhalb ist eine Straßenbaustelle. Dort hat er organisiert, dass der Lehm per Radlader aufgeladen wird. Er hat für einen Tag einen großen Lkw gemietet und so 14 Ladungen Lehm bekommen. Der Lehm und das Aufladen waren kostenlos. Super Aktion! Der Weg war relativ gut zu passieren, aber kaum war die letzte Lieferung gebracht, brach hier wieder ein heftiges Unwetter rein. Glück gehabt.

Heute möchte ich euch unsere komplette Mannschaft vorstellen:
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Heute sind wir damit beschäftigt, uns an die Handhabung der Schalung zu gewöhnen. Das ist zuerst gar nicht so einfach und das erste Verfüllen dauerte zunächst relativ lange. Aber heute ist Samstag, die Woche ist rum und die Mannschaft erschöpft. Am Montag geht es dann erfrischt weiter.

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Wandanker und Schalung

07. – 13.12.2015

Der Bau der Toiletten geht weiter. Mittlerweile haben wir 1.600 Lehmsteine für den Toilettenaufbau geformt. Das ist eine Versuchs- und Kostensparmassnahme. Die Aufbauten kosten uns nur Sand und Arbeitslohn. Das wird ziemlich preiswert. Um die Lehmsteine mit Lehmmörtel zu vermauern muss der Lehm auf die richtige Konsistenz geprüft werden. Dazu benötige ich eine Prüfform, die ich heute bestellt habe.

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Michael ist heute aus Dar-es-Salam in Tansania zurück gekommen. Da wir die Wandanker in Nairobi nicht bekommen haben, fuhr Michael nach Tansania, um sie dort zu kaufen. Ware, die ohne Begleitung verschickt wird, wird hoch versteuert, wenn sie überhaupt durchgelassen wird. Er ist dann alleine mit über 150 kg gereist. Dabei gab es in Mombasa 7 Stunden Verspätung, weil die Fähre defekt war.
Die Wandanker zu bekommen war ein Abenteuer für sich: Ein Weltkonzern, der u.a. mit Wandankern und Schalungsmaterial handelt und in Nairobi eine Niederlassung hat, hatte nichts auf Lagerund konnte uns nur wenige seiner Kunden nennen. Diese Wenigen antworteten entweder nicht, oder hatten die angefragten Anker nicht. Es gab nur ein Angebot aus Dar-es-Salam in Tansania! Da der Transport sehr teuer war und der Zoll ein Problem ist, fuhr Michael mit dem Bus hin. 1.500 km pro Weg. Wobei 1.500 km in Afrika wie 3.000 km in Europa zu verstehen sind. Das sind zwei Tage Fahrt pro Weg! Auf dem Rückweg musste er dann beim Zoll Kitu kidogo bezahlen. Ein Schmiergeld, denn sonst wäre noch viel teurer und langwieriger geworden.

Heute war quasi vorgezogene Bescherung. Es war echt so. Wir haben wie die Kinder die Pakete mit den Wandankern geöffnet und uns über diese paar Stahlteile riesig gefreut.

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Ansonsten laufen die normalen Arbeiten wie Untergeschosswände der Toiletten mauern, Baustelle aufräumen, Lehm mischen…

Alles läuft normal, ohne besondere Vorkommnisse und alles wartet auf die Schalung. Bei dem Tischler bin ich jetzt ziemlich häufig. Der Erklärungsbedarf der Zeichnungen ist ziemlich hoch, weil er so etwas noch nicht gemacht hat. @Bernhard: Danke für Deine Zeichnungen. Sie sind ziemlich gut!

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Der Tischler, der auch Bernhard heisst, hat zwar die Zeichnungen verstanden, wird aber einfach nicht fertig. Er arbeitet zwar dran, hat aber immer weitere Fragen, verspricht kurzfristig zu liefern und liefert dann doch nicht. Dann benötigen wir noch verschiedene Kleinteile, die so einfach nicht zu finden sind und separat anzufertigen sind. Das ist immer sehr aufwendig.

Auf der Baustelle halten wir uns mit verschiedenen Arbeiten hin: Ouma fertigt die Urin- Einlauftrichter für die Trenntoiletten vor. Die Fliesen werden trapezförmig zugeschnitten und dann als verlorene Schalung in die Form eingelegt und einbetoniert. Diese Trichter werden dann vor dem betonieren der Toilettendecke auf die Schalung aufgesetzt und einbetoniert.

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Als ich etwas frustriert vom Tischler zurück kam, fand ich die Arbeiter total enttäuscht vor. Sie wollen endlich mit den Wänden anfangen. Wir haben dann gemeinsam den Ofen mit einem Unterputz versehen. Das wurde eine große und kurze Aktion. Alle wollten sich beteiligen. Anschließend war dann auch die Stimmung wieder besser.

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Donnerstag. Vor einer Woche wollte der Tischler liefern. Ich fuhr mehrfach zu seinem Workshop. Gegen Mittag war er fast fertig. Nur die Löcher fehlten noch. Er begann sie einzumessen, hatte aber nicht den richtigen Bohrer. Also fuhr ich zurück zur Baustelle um unseren Bohrer zu holen. Dann stellte er fest, dass Differenzen mit den Kanthölzern von 1 inch = 2,5 cm (!) gab. Er meinte, wir können die Bohrlöcher versetzen. Das habe ich aber abgelehnt. Der Chef selber war nicht erreichbar. Seine Mitarbeiter sprechen so gut wie kein Englisch und mein Kiswahili ist noch zu begrenzt, um technische Zusammenhänge zu erläutern. So langsam stieg ziemlicher Ärger in mir auf. Das kam auch trotz Sprachbarriere ziemlich klar rüber. Ich habe angeordnet, dass die Kanthölzer entfernt werden. Das Einmessen werde ich dann gemeinsam mit ihm machen.
Auf der Baustelle habe ich in Absprache mit Ouma und Michael umdisponiert.

Die Zeit ohne Schalung habe ich genutzt, eine Reihe von Angeboten für Türen, Stahlfenster, Verglasung, Holz und Wellblech einzuholen. Bis Ende des Jahres muss ich noch das restliche Geld von der ersten Mittelanforderung ausgeben. Kostenmäßig sieht es gut aus. Da wir ohne Bauunternehmung, sondern alles mit eigenen Leuten machen, konnten wir viel Geld sparen. Unsere Mitarbeiter waren alle arbeitslos und haben so für die Bauzeit einen Job. Das Konzept geht auf.
Weil die Lehmbautechnik und der Ofenbau hier nicht bekannt sind, haben wir schon öfter Jokes gemacht; dass diese Baustelle eine „Research Site“ ist ….abgekürzt „RS“. Das ganze hat sich dann mit viel Spaß von Tag zu Tag weiter entwickelt, über „RC“….“Research Centre“ bis hin zu „RCC“….“Research Centre Community“. Das kam alles von den Mitarbeitern. George Omundi will es auf den Schuppen malen. Die Botschaft dahinter ist erneut: Das ist unser RCC, unsere Baustelle.

Heute wurde dann endlich der erste Teil der Schalung geliefert, nachdem der Tischler sich über eine Woche verspätet hat.

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Zwischendurch erhielten wir Besuch von Fr. George, der von dem Konzept  begeistert ist. Wir sind  überkonfessionell, nehmen aber die Unterstützung von der Kirche gerne an.

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Wir bekamen auch Beuch von Mzee Oloo, der von der Bevölkerung gewählt wurde, sich ehrenamtlich um Sozialfälle wie Waisen und alleinstehende Menschen mit Kindern in schwierigen Verhältnissen zu kümmern. In seinen Papieren sind solche Fälle registriert. Sein Besuch bestätigt die Akzeptanz.

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