Der Regen ist zurück!

18.01. – 31.01.2016
Der Regen ist zurück!
Nachdem wir ein paar Wochen mit sehr wenig Regen hatten, hat sich „El Niño“, wie hier der Dauerregen genannt wird, mit einem heftigen Gewitter und viel Regen zurück gemeldet. So mussten wir die Wände erst etwas trocknen lassen, bis wir weiter arbeiten konnten. Bei den Toiletten haben wir die letzten Pfeiler begonnen und das Holz für die Dachkonstruktion vorbereitet. Morgen wollen wir den Dachstuhl richten und die Dacheindeckung fertig stellen.

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Dienstag. Morgens um 6 Uhr fing es wieder an zu regnen. Zunächst war es ein leichter Regen, der sich aber stetig verstärkte. Wir konnten uns nur in die Wellblechhütte zurück ziehen und warten. 3 Stunden dauerte es, bis der Regen aufhörte. Alles war so nass, dass wir keine Wände stampfen konnten. Um nicht mehr so abhängig vom Wetter zu sein, haben wir das Schutzdach gebaut, unter dem wir geschützt vor Sonne und Regen den Lehm sieben, mischen und zwischenlagern werden. Die Zeit haben wir genutzt um Sonderschalung für die aussteifenden Wandpfeiler zu bauen.
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Am Mittwoch Vormittag war Mitgliederversammlung von M.O.C.C. auf der Baustelle angesagt. Zunächst wurden die Mitglieder über den aktuellen Baustatus informiert. Die Stampflehmtechnik wird sehr positiv aufgenommen. Fast jeden Tag kommen Besucher, zum Teil auch aus weiter entfernten Ortschaften, um sich den Stampflehm anzusehen.
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Der Haupttagungspunkt war eine Satzungsänderung um den Weg für eine zollfreie Einfuhr von Baugerätschaften und anderen Dingen zu ebnen. Nach kurzer Diskussion wurde die Änderung einstimmig beschlossen.

Das Holz wurde bei dem Händler in Kisumu angeliefert. Zum Abholen benötigten wir einen Lkw, den wir über den Baustoffhändler Josef günstiger als üblich einen mieten konnten, und das von Siaya aus. So fuhren wir mit dem Lkw nach Kisumu und konnten auch die Fahrtkosten für das Matatu sparen. Um den Lkw optimal auszunutzen, beschlossen wir, das gesamte Wellblech ebenfalls in Kisumu zu kaufen. Baustoffe sind in Kisumu einiges günstiger. Das Problem ist immer der Transport. Mit einem Baustoffhändler konnten wir einen Preis aushandeln, der pro Stück 250 Ksh unter dem Siaya- Preis liegt und uns somit umgerechnet 1.250 € einspart. Als der Lkw dann mit dem Holz beladen war, mussten wir feststellen, dass das Volumen des Fahrzeugs bereits erschöpft war. Das Gewicht war nicht das Problem. Über unseren Baustoffhändler Josef in Siaya konnten wir organisieren, dass das Wellblech zu einer Lieferung, die er in den nächsten Tagen erhält, kostenlos beigeladen wird.

Auf dem Rückweg hatte dann der Lkw eine Reifenpanne. Ein Spezialist, der schlauchlose Reifen reparieren kann war relativ schnell gefunden. Die Einigung war auch einfach, aber dann war er plötzlich verschwunden. Bis er wieder zurück kam dauerte es eine Weile und uns blieb nichts anderes übrig als zu warten. Als wir dann endlich die Baustelle erreicht hatten, war es nach 18 Uhr und keiner unserer Arbeiter zum Ablade mehr vor Ort. Also mussten wir erst noch Tagelöhner zum Abladen organisieren. Da dieser Mehraufwand nicht von uns verursacht wurde, war der Fahrer sogar bereit, die Kosten für das Abladen zu übernehmen.

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Hier ein 180°- Schwenk über das Grundstück, der zwar schon 14 Tage alt ist, aber einen schönen Überblick verschafft:

Video Grundstückübersicht

 

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