Guter Fortschritt

Zunächst ein kurzer Rückblick, was in den letzten Tagen vor meiner Abreise geschah. Am 10.02. kam Karsten Bomberg aus seinem Urlaub von der Küste in Diani, 1.000 km entfernt und gefühlt wie 2.000, mit dem Bus nach Siaya um uns zu besuchen und viele Werkzeuge zu bringen. Höhepunkt ist ein Profi-Akkuschrauber. Aber auch die anderen Gerätschaften helfen sehr! Vielen Dank an Karsten  für den Transport.

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Einfache Dinge wie Wasserwaagen sind hier kaum zu bekommen, und wenn, dann nur in Billig- China Ausführung, die nicht lange hält. Alle haben sich sehr gefreut.
Es wurde der Dachstuhl für das Lehrergebäude, das  übergangsweise als Lager benutzt wird, gerichtet. Traditionell ist es hier üblich, dass die Frauen die Wände verputzen. Das haben wir übernommen, nur mit der Veränderung der Lehmputzmischung. Normalerweise wird der Lehm mit Kuhdung vermischt. Das reicht aber bei weitem nicht aus und so entstehen immer sehr viele tiefe Risse. Nach mehreren Versuchen haben wir dann das richtige Mischungsverhältnis gefunden, so dass kaum Risse entstanden.

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Es hatte sich herumgesprochen, dass Karsten gekommen war und so besuchte uns eine Delegation des Gouverneurs um Karsten zu begrüßen und ihren Dank für die Werkzeuge auszusprechen.

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Am Montag den  07.03. kamen rund 30 (!) BewerberInnen. Es hat sich ziemlich rumgesprochen, dass hier zuverlässig Samstags bezahlt wird und auch Frauen eingestellt werden.

Während meiner Abwesenheit hat sich viel verändert. Das Lehrergebäude ist im Wesentlichen fertig gestellt. Das Dach ist gedeckt die Fenster eingebaut und verglast. Das war eine Überraschung, denn es war noch nicht klar, wie die Verglasung ausführen werden könnte. Die vorliegenden Angebote waren alle zu hoch. Jetzt stellte sich heraus, dass Raymond derTischler, der so schon ein großer Gewinn ist, auch verglasen kann. So fallen nur die Material- und Lohnkosten an. Preiswerter geht es nicht! So können später die gesamten Schulfenster verglast werden.

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Auch für die Toiletten und Schultüren hatte ich bereits Angebote eingeholt, aber auch die werden wir selber bauen. Natürlich kann Raymond das nicht alles alleine machen. Es kristallisiert sich immer weiter heraus, wer welche Arbeiten favorisiert und wird dann entsprechend eingesetzt. Otieno, der am Anfang so einige Probleme hatte und ein paar Mal ausfiel, hat seine Holzbau- Fähigkeiten entdeckt und arbeitet seit dem zügig und zuverlässig, und hat seit dem noch keinen Tag gefehlt. So gibt es noch einige andere, die sich positiv entwickelt haben du Raymond eine große Hilfe sind.

Der Putz des Lehrerzimmers ist fertig gestellt. Hier gibt es noch ein paar Stellen, die wir nachbessern müssen. Das liegt daran, dass zunächst die Mischung des Putzes noch nicht ganz richtig war.

Den Unterschied sieht man ganz klar bei den Toiletten. Hier ist der Putz ebenfalls fertig, aber viel besser.

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Beim Schulgebäude ist die erste Reihe Stampflehm fertig. Wir haben weitere Wandanker in Dar-es- Salam bestellt, aber wieder nur einen Teil bekommen. Diese deutsche Firme ist sehr unzuverlässig, aber wir haben keine Alternative.

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Michael hat in Nairobi die gesamten großen Baustoffhändler aufgesucht, aber keine Wandanker gefunden. Unseres Wissens ist die Firma in Dar-es-Salam (Tansania) die einzige in Ostafrika. In dieser Woche sollen die fehlenden Teile geliefert werden, so dass wir erneut unsere Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen können.

Nachdem uns mehrere Köchinnen, die Mittags Essen gebracht haben, öfter versetz haben, gibt es jetzt auch zwei Köchinnen, die auf der Baustelle kochen und uns versorgen. Sie kommen morgens auf die Baustelle und kochen hier.

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